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Heilige Messe zur Allerheiligen PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Jerko Malinar   

2009.11.01_09.06.35 Beim Hochamt zur Allerheiligen fhrte Chirchenchor unter der Leitung Marlies Tanzer die Missa in B von Giuseppe Luigi Holzmann, sowie Offertorium: "Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebhret" von Josef Haydn.

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Giuseppe Luigi Holzmann war ein Zeitgenosse Mozarts und Haydns.

Sein Wirkungsbereich war die Kirche in Hall in Tirol, wo er als Organist und Komponist wirkte. Als Orgelvirtuose war er im ganzen sddeutschen Raum durch seine Konzertreisen wohl bekannt.

Sie knnen sich schon jetzt auf das wunderschne Sopran?Orgelsolo beim ?Benedictus? freuen.
Diese Messe (Holzmanns Missa in B) wird in der Pfarre Altenfelden zum ersten Mal aufgefhrt.

Zur Biographie Joseph Alois Holzmanns

Joseph Alois Holzmann wurde in ein sehr musikalisches Milieu hinein geboren: Sein Vater Joseph Holzmann war Pfarrorganist in Hall in Tirol, seine Mutter die Tochter eines Musikers am fr seine Musikfreudigkeit berhmten Haller Damenstift. Nach dem frhen Tod des Vaters (1765) kam Joseph Alois Holzmann in die Obhut seines Stiefvaters Johann Prohaska, der ab 1774 das Organistenamt an der Haller Stadtpfarrkirche versah. Prohaska erkannte und frderte das herausragende musikalische Talent seines Schtzlings. Im Stift Fiecht erhielt das musikalische Wunderkind vom angesehenen Musikpdagogen P. Magnus Dagn OSB Musikunterricht; spter unternahm Joseph Alois mit seinem Stiefvater Kunstreisen als Cembalo- und Orgelvirtuose, die ihn unter anderem in sddeutsche Residenzen und Klster fhrten. In Hall bekleidete Joseph Alois Holzmann das Amt eines zweiten Pfarrorganisten; erster Organist blieb sein Stiefvater, der ihn um sieben Jahre berlebte. 

Schon in jungen Jahren erwarb sich Holzmann einen ausgezeichneten Ruf als Organist, Lehrer und Komponist. Zeit seines Lebens blieb er seiner Heimatstadt treu und schlug finanziell wesentlich lukrativere Stellenangebote aus dem In- und Ausland aus. Der Pfarrer von Hall bezeichnete ihn 1801 als die ?Seele des hiesigen Musikchores?, von dem ?ein groer Teil des Ruhms, in welchem unsere Stadt Hall im Ausland bisher gestanden? abhnge. Anllich der Begutachtung der renovierten Orgel der Franziskanerkirche in Schwaz wird er 1806 im Protokoll der Tiroler Franziskanerprovinz als ?famosissimus in nostra Patria organoeda? (berhmtester Organist unseres Vaterlandes) bezeichnet. Der berhmteste unter den zahlreichen Orgelschlern Holzmanns war der gebrtige Sterzinger Johann Baptist Gnsbacher (1778-1844), der ab 1823 als Kapellmeister am Wiener Stephansdom wirkte.

Der Groteil der Werke Holzmanns entstand fr den Chor der Pfarrkirche seiner Heimatstadt; er komponierte vorrangig geistliche Vokalmusik (Messen, Offertorien, Gradualien, Hymnen, Antiphonen), Orgel- und Klaviermusik, aber auch Oratorien und zumindest eine Schauspielmusik (?Coburgs Heldentaten?, verschollen). Der Umfang von Holzmanns kompositorischem Schaffen kann nur annhernd geschtzt werden. Seine Werke erreichten einen enormen Verbreitungsgrad: In keinem Tiroler Archiv mit Bestnden aus dem 19. Jahrhundert fehlen Abschriften seiner Werke, in vielen ist er sogar der am strksten vertretene Komponist. Wichtige Fundorte sind neben dem Musikarchiv des Pfarrchores St. Nikolaus in Hall in Tirol die Tiroler Stifte Wilten und Stams, das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum und das Franziskanerkloster Bozen. Im Musikarchiv des Haller Pfarrchores, das zur Zeit wissenschaftlich katalogisiert wird, sind etwa 150 Werke als Autographen berliefert.
Holzmanns Kompositionen erfreuten sich bis in die zweite Hlfte des 19. Jahrhunderts ber die Grenzen Tirols hinaus im gesamten sddeutschen Raum groer Beliebtheit.
Sie zeichnen sich durch eingngige, volkstmliche Melodik und solide handwerkliche Arbeit aus. Viele Werke Holzmanns vertreten den ?Ruralstil?; sie sind durch leichte Ausfhrbarkeit und variable Besetzung (hufige ?ad libitum?-Anweisungen) charakterisiert. Ein Zug der Zeit im Schaffen Holzmanns ist die groe Zahl von Pastoralmessen, Marienliedern sowie Arien fr Advent und Weihnachten.

 

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