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Geschrieben von: Gabi Schachner   

PapstP A P S T FRANZISKUS I.


- was sollen wir ihm wnschen?


Der hl. Ambrosius hat die 4 wichtigsten Tugenden
KARDINALS-Tugenden genannt:

Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit und Migung.

Mge der neue Papst ? mit diesen Tugenden ausgestattet ? unsere Kirche in eine gesegnete Zukunft fhren!

Mge er auch Mitarbeiter finden, die ihm ehrlich und mutig zur Seite stehen!
Ich erbitte fr seinen Start viel Kraft von oben.

Ihr / Euer Pfarrer Anton Schuh

Viele Fotos und die ersten Worte des Papstes:


Vom Balkon des Petersdomes,13.03.2013

Brder und Schwestern, guten Abend.

Ihr wisst, dass das Konklave die Pflicht hatte, Rom einen Bischof zu geben. Es scheint so, als ob meine Kardinalsbrder fast bis zum Ende der Welt gehen mussten, aber wir sind nun hier. Ich danke euch fr den Empfang. Die dizesane Gemeinschaft von Rom mit seinem Bischof. Danke.

Zuerst mchte ich fr unseren emeritieren Bischof Benedikt XVI. beten. Beten wir alle gemeinsam fr ihn, damit der Herr ihn segne und die Muttergottes ihn behte.

Und nun beginnen wir diesen Weg, Bischof und Volk, dieser Weg der Kirche Roms, der jene ist, die in der Barmherzigkeit aller Kirchen vorsteht, ein Weg der Brderlichkeit der Liebe, des Vertrauens zwischen uns, beten wir immer fr uns, fr uns gegenseitig. Beten wir fr die gesamte Welt, damit es eine groe Brderlichkeit geben wird. Ich wnsche euch, dass dieser Weg der Kirche, den wir heute beginnen und mir durch die Hilfe meines Kardinalvikars, der neben mir steht, fruchtbar sein wird fr die Evangelisierung dieser so schnen Stadt. Und nun mchte ich den Segen erteilen, doch zuerst bitte ich euch um einen Gefallen. Bevor der Bischof das Volk segnet, bitte ich darum, dass ihr den Herrn bittet, damit ich gesegnet werde. Das Gebet des Volkes, das den Segen seines Bischofs bittet. Fhren wir dieses eure Gebet fr in Stille durch.
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Und nun werde ich euch und der ganzen Welt den Segen erteilen, das gilt auch allen Mnnern und Frauen guten Willens.
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Brder und Schwester, ich verlasse euch. Danke fr den Empfang. Betet fr mich und bis bald. Wir werden uns bald wiedersehen. Morgen mchte ich bei der Muttergottes beten gehen, damit sie ganz Rom behte. Gute Nacht und gute Erholung.

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Predigt zum Abschluss des Konklave in der Sixtina, 14.03.2013

"In diesen drei Lesungen, so sehe ich, gibt es etwas Gemeinsames: das ist die Bewegung. In der ersten Lesung ist die Bewegung das Schreiten; in der zweiten Lesung besteht die Bewegung im Aufbau der Kirche; in der dritten Lesung ist im Evangelium die Bewegung das Bekenntnis. Gehen, aufbauen und bekennen.

Das Schreiten. Haus des Jakob:'Kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn'. Dies ist das erste, was Gott zu Abraham sagte: 'Geh deinen Weg vor mir und sei tadellos'. Schreiten: unser Leben ist ein Weg und wenn wir stehen bleiben, dann funktioniert das nicht. Immer weiterschreiten, mit dem Herrn, im Licht des Herrn, und versuchen, mit dieser Tadellosigkeit zu leben, die Gott von Abraham verlangt, in seinem Versprechen.

Aufbauen. Die Kirche aufbauen. Da spricht man von Steinen: Steine haben Bestand; aber lebender Fels ist fr den Heiligen Geist gesalbt. Die Kirche aufbauen, die Braut Christi, auf diesem Eckstein, welcher der Herr selbst ist und, mit einer anderen Bewegung unseres Lebens, aufbauen.

Drittens, bekennen. Wir knnen so viel schreiten, wie wir wollen, wir knnen viele Dinge aufbauen, aber wenn wir uns nicht zu Jesus Christus bekennen, dann funktioniert das nicht. Wir werden ein bemitleidenswertes Ding, aber nicht die Kirche, die Braut des Herrn. Wenn man nicht voranschreitet, bleibt man stehen. Wenn man nicht auf Felsen baut, was passiert dann? Es passiert das, was Kindern am Strand passiert, wenn sie Sandburgen bauen: alles fllt in sich zusammen und ist ohne Bestand, wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt.Da fllt mir der Satz von Leon Bloy ein: 'Wer nicht zum Herrn betet, betet den Teufel an'. Wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt, bekennt man sich zur Weltlichkeit des Teufels, zur Weltlichkeit des Dmons.

Voranschreiten, bauen-aufbauen, bekennen. Aber die Sache ist nicht so leicht, weil im Schreiten, im Aufbauen, im sich Bekennen gibt es manchmal Erschtterungen, gibt es Bewegungen, die nicht Bewegungen des Lebensweges sind: es sind Bewegungen, die einen zurckreien.

Dieses Evangelium fhrt fort mit einer besonderen Situation. Derselbe Petrus, der sich zu Jesus Christus bekannt hat, sagt ihm:'Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Ich folge dir, aber wir sprechen nicht vom Kreuz. Das gehrt nicht hierher.Ich folge dir mit anderen Mglichkeiten, ohne das Kreuz.'

Wenn wir ohne das Kreuz voranschreiten, wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und wenn wir uns zu einem Christus ohne Kreuz bekennen, dann sind wir keine Jnger des Herrn: wir sind weltlich, wir sind Bischfe, Priester, Kardinle, aber keine Jnger des Herrn.

Ich wnsche mir, dass wir alle nach diesen Tagen der Gnade den Mut haben ? wirklich den Mut ? in Anwesenheit des Herrn zu schreiten, mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche auf dem Blut des Herrn aufzubauen, das am Kreuz vergossen wurde; und uns zur einzigen Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus. Und so wird die Kirche voranschreiten.

Ich wnsche uns allen, dass der Heilige Geist, das Gebet der Gottesmutter, unserer Mutter, uns diese Gnade zugesteht: voranschreiten, aufbauen, uns zum gekreuzigten Jesus Christus zu bekennen. So soll es sein."


Die Ansprache von Papst Franziskus am 17.03.2013



Wir dokumentieren hier die Ansprache von Papst Franziskus an die Medienvertreter von diesem Samstag in der offiziellen vatikanischen bersetzung.

Ansprache
Seiner Heiligkeit Papst Franziskus
an die Vertreter der sozialen Kommunikationsmittel


Liebe Freunde!

Ich freue mich, zu Beginn meines Dienstes auf dem Stuhl Petri mit Ihnen zusammenzukommen, die Sie in dieser so intensiven Zeit seit der berraschenden Ankndigung meines verehrten Vorgngers Benedikt XVI. am vergangenen 11. Februar hier in Rom gearbeitet haben. Ganz herzlich gre ich einen jeden von Ihnen.

Die Rolle der Massenmedien ist in der letzten Zeit stndig gewachsen, so sehr, dass sie unverzichtbar geworden ist, um der Welt die Ereignisse der Gegenwart zu berichten. So gilt Ihnen mein besonderer Dank fr Ihren qualifizierten Dienst in den vergangenen Tagen ? Sie hatten zu tun, ja, Sie hatten viel zu tun ?, in denen nicht nur die Augen der katholischen Welt auf die Ewige Stadt gerichtet waren, besonders auf jenen Gebiet, das im Grab des heiligen Petrus seinen Schwerpunkt hat. In diesen Wochen hatten Sie die Gelegenheit, ber den Heiligen Stuhl, ber die Kirche, ihre Riten und Traditionen, ihren Glauben und insbesondere ber die Bedeutung des Papstes und seines Amtes zu sprechen.

Ganz besonders danken mchte ich allen, die es verstanden haben, diese Ereignisse der Geschichte der Kirche so zu beobachten und zu vermitteln, dass sie dabei der rechten Perspektive Rechnung trugen, in der diese Ereignisse gelesen werden mssen, der Perspektive des Glaubens. Die geschichtlichen Geschehnisse verlangen nahezu immer eine umfassende Lesart, die manchmal auch die Dimension des Glaubens mit einschliet. Kirchliche Ereignisse sind sicher nicht komplizierter als politische oder wirtschaftliche! Sie haben aber einen grundlegend spezifischen Charakter: Sie entsprechen einer Logik, die nicht prinzipiell den ? um es so zu sagen ? weltlichen Kategorien zugehrt, und eben daher ist es nicht leicht, sie einer breiten und bunten ffentlichkeit zu erklren und zu vermitteln. Selbst wenn die Kirche gewiss auch eine menschliche, geschichtliche Institution ist mit allem, was damit verbunden ist, so hat sie doch keine politische, sondern eine wesentlich geistliche Natur: Sie ist das Volk Gottes, das heilige Volk Gottes, das unterwegs ist zur Begegnung mit Jesus Christus. Nur in dieser Perspektive kann man vollkommen erklren, was die katholische Kirche bewirkt.

Christus ist der Hirte der Kirche, aber seine Gegenwart in der Geschichte geht ber die Freiheit der Menschen: Unter ihnen wird einer ausgewhlt, um als sein Stellvertreter, als Nachfolger des Apostels Petrus zu dienen, doch Christus ist die Mitte, nicht der Nachfolger Petri ? Christus. Christus ist die Mitte. Christus ist der Grund und Bezugspunkt, das Herz der Kirche. Ohne ihn gbe es weder Petrus und die Kirche, noch htten sie einen Grund zu bestehen. Wie Benedikt XVI. fters wiederholt hat, ist Christus gegenwrtig und leitet seine Kirche. In allem, was geschehen ist, ist letztlich der Heilige Geist der Protagonist. Er hat die Entscheidung Benedikts XVI. zum Wohl der Kirche angeregt; er hat die Kardinle im Gebet und bei der Wahl gelenkt.

Liebe Freunde, es ist wichtig, diesen Deutungshintergrund gebhrend zu beachten, um den Kern der Ereignisse dieser Tage zu beleuchten.

Von daher kommt vor allem ein wiederholter und aufrichtiger Dank fr die Mhen dieser besonders anstrengenden Tage, aber auch eine Einladung, danach zu suchen, das wahre Wesen der Kirche und auch ihren Weg in der Welt ? mit allen Strken und Snden ? immer besser zu kennen wie auch die geistlichen Beweggrnde, die sie leiten und die ganz authentisch sind, um so die Kirche zu verstehen. Seien Sie gewiss, dass die Kirche ihrerseits Ihrem wertvollen Wirken groe Aufmerksamkeit entgegenbringt; Sie vermgen die Erwartungen und Bedrfnisse unserer Zeit zu sammeln und auszudrcken, die Elemente fr eine Lesart der Wirklichkeit zu bieten. Ihre Arbeit braucht Studium, Gespr und Erfahrung wie viele andere Berufe, doch bringt sie eine besondere Aufmerksamkeit gegenber der Wahrheit mit sich; und dies bringt uns nahe, da die Kirche da ist, um genau das mitzuteilen: das Wahre, das Gute und das Schne ?in Person?. Es sollte klar erscheinen, dass wir alle gerufen sind, nicht uns selbst mitzuteilen, sondern diese wesentliche Dreiheit, welche das Wahre, das Gute und das Schne bilden.

Manche wussten nicht, warum der Bischof von Rom sich Franziskus nennen wollte. Einige dachten an Franz Xaver, an Franz von Sales und auch an Franz von Assisi. Ich erzhle Ihnen eine Geschichte. Bei der Wahl sa neben mir der emeritierte Erzbischof von S?o Paolo und frhere Prfekt der Kongregation fr den Klerus Kardinal Claudio Hummes ? ein groer Freund, ein groer Freund! Als die Sache sich etwas zuspitzte, hat er mich bestrkt. Und als die Stimmen zwei Drittel erreichten, erscholl der bliche Applaus, da der Papst gewhlt war. Und er umarmte, ksste mich und sagte mir: ?Vergiss die Armen nicht!? Und da setzte sich dieses Wort in mir fest: die Armen, die Armen. Dann sofort habe ich in Bezug auf die Armen an Franz von Assisi gedacht. Dann habe ich an die Kriege gedacht, whrend die Auszhlung voranschritt bis zu allen Stimmen. Und Franziskus ist der Mann des Friedens. So ist mir der Name ins Herz gedrungen: Franz von Assisi. Er ist fr mich der Mann der Armut, der Mann des Friedens, der Mann, der die Schpfung liebt und bewahrt. Gegenwrtig haben auch wir eine nicht sehr gute Beziehung zur Schpfung, oder? Er ist der Mann, der uns diesen Geist des Friedens gibt, der Mann der Armut. ? Ach, wie mchte ich eine arme Kirche fr die Armen! Einige haben dann verschiedene scherzhafte Bemerkungen gemacht. ?Aber du msstest dich Hadrian nennen, denn Hadrian VI. war der Reformer; es braucht Reformen ?? Ein anderer sagte mir: ?Nein, nein, dein Name msste Clemens sein.? ?Aber warum?? ?Clemens XV.: So rchst du dich an Clemens XIV., der den Jesuitenorden aufgehoben hat.? Es sind Scherze ? Ich bin Ihnen sehr verbunden und danke Ihnen fr alles, was Sie getan haben. Und ich denke an Ihre Arbeit: Ich wnsche Ihnen, dass Sie sachlich und fruchtbringend arbeiten und dass Sie das Evangelium Jesu Christi und damit das Leben der Kirche immer besser verstehen. Ich empfehle Sie der Frsprache der seligen Jungfrau Maria, Stern der Evangelisierung. Ihnen und Ihren Familien wnsche ich alles Gute, und von Herzen segne ich Sie alle.

[spanisch:] Ich habe gesagt, dass ich Ihnen von Herzen meinen Segen erteilen wrde. Da aber viele von Ihnen nicht der katholischen Kirche angehren, andere nicht glubig sind, erteile ich von Herzen diesen Segen in Stille jedem von Ihnen mit Respekt vor dem Gewissen jedes einzelnen, aber im Wissen, dass jeder von Ihnen ein Kind Gottes ist. Gott segne Sie.





 

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