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Vortrag: "Mein Jahr in Mexiko" PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Gabi Malinar   

 

2008.04.16_21.13.40_01.jpgBegegnung mit einem etwas anderen Land

 

Vortrag  am 16. April im Schloss St. Peter/Au von Felix Resch aus Weistrach, Jg. 1985, studiert Theologie und Philosophie in München.

 

Zuerst erhielt das Publikum (über 70 Interessierte waren gekommen) geographische und ethnische Informationen über das Land: auf einer Fläche von 2 Mill. km²  leben über 11 Millionen Menschen, überwiegend Mestizen (30 - 40 Mill. Mexikaner sind in die USA ausgewandert!).

88-90% aller Lateinamerikaner sind katholisch. Von den USA aus operieren allerdings evangelikale Sekten äußerst aggressiv, vor allem am Land und in den Vorstädten.  In Mexiko steht man denen aber sehr reserviert gegenüber (im Gegensatz zu Guatemala oder Brasilien, wo es viele „Bekehrungen" gibt). Kirche und Staat sind streng getrennt, es gibt weder Religionsunterricht noch Kirchensteuern.

Es herrscht ein starkes Nord-Süd Gefälle: der Norden wurde erst durch die Spanier erschlossen, ist viel moderner, wohingegen der Süden indigen geprägt und viel ärmer ist.

Die Hauptstadt Mexico City ist mit 20-25 Millionen Einwohnern wahrscheinlich der größte Ballungsraum der Erde: eine sehr moderne, kosmopolitische Stadt auf über 2000m Seehöhe mit gemäßigtem Klima - durchschnittlich 20-25 Grad, und wenig Niederschlag.

Die gesamte Region ist von Erdbeben und Vulkanismus geprägt: Blick von der Stadt aus auf zwei tätige Vulkane, wobei der über 6000 m hohe Popocatépetl der bekanntere ist.

Felix Resch lebte im Nobel-Stadtteil Santa Fe in der Jesuitenkommunität, studierte an der Jesuitenuniversität, wo es verschiedene Fakultäten für an die 20 Tausend Studenten gibt.

Nach Besichtigung einiger historischer Stätten der Azteken und eines rätselhaften Volkes, das nördl. der Hauptstadt zwischen 100 vor und 100 nach Christus eine riesige Stadt mit mehreren 100 Tausend Bewohnern erbaute, folgte Felix Resch den Spuren der Mayas im Südosten Mexikos auf der Halbinsel Yucatan und in Guatemala, die in einem losen Verbund einzelner Stadtstaaten siedelten: er zeigte interessante Fotos der Stätten von Belize, Chichén Itzá, Tulum (an der Karibikküste), Uxmal, Palenque (im Süden: Chiapas) und Bachajón und erklärte das kosmisch-zyklische Weltbild dieser Kulturen und die damit im Zusammenhang stehende Praxis der Menschenopfer.

In einem Vorort von Mexico City arbeitete er in einem Sozialprojekt, das sich den Kindern der Müllhalden-Bewohner widmet. Dort lernen sie in einem Kindergarten Sozialkompetenz durch Bewegungsspiele, Malen....

Die Bilder der in unvorstellbar ärmlichen Verhältnissen ihr Dasein fristenden Menschen, zu denen täglich an die 1000 neue, durch die Unwetter obdachlos Gewordene hinzukommen, sind wirklich beschämend.

Mexiko ist ein Land, in dem der Unterschied zwischen reich und arm sehr groß ist: so besitzen 300 Familien 80% des Einkommens; der derzeit reichste Mann der Welt stammt aus Mexiko! Erst langsam entwickelt sich eine Mittelschicht.

Felix Resch verstand es, seine Eindrücke kombiniert mit seinem historischen und politischen Wissen kompetent dem Publikum zu vermitteln. 

 

 

 

  

 

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