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Kirchenluster leuchtet nach über 50 Jahren wieder PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Josef Muhr   

P1020602Am Samstag, den 13.2.2016 verbrachten acht Schüler der HTL Waidhofen an der Ybbs (Fachrichtung Elektrotechnik) freiwillig ihren freien Vor- und Nachmittag (9.00 bis 18.30 Uhr) in der Pfarrkirche St. Peter in der Au, um gemeinsam mit Dipl.-Päd. Alois Bauer (HTL-Werkstätte für Elektrotechnik) und ihrem Klassenvorstand Mag. Daniel Brandstetter (Initiator des Projekts) den großen Luster im Mittelgang der Pfarrkirche St. Peter in der Au zu reaktivieren. Das Gerüst für diese Arbeiten wurde von Alois Aichinger vom Siedlerverein Seitenstetten kostenlos zur Verfügung gestellt.

Es fehlten sämtliche Fassungen, Lampen, Kabel etc. Daher musste die gesamte Installation neu angefertigt werden. Nach umfassenden Vorbereitungen und Planungsarbeiten wurde der Luster zunächst vor Ort zerlegt und gereinigt bzw. abmontiert. Dann konnten die Fassungen zusammengebaut und die Ausleger für die Glaskugeln neu verkabelt werden.
Zahlreiche Arbeitsschritte und ca. 110 freiwillige Arbeitsstunden waren notwendig, doch der große Eifer der Schüler sollte belohnt werden: Noch am selben Tag konnte der Luster zum Leuchten gebracht werden – und ebenso leuchteten die Augen der fleißigen Schüler.

Nach über 50 Jahren leuchtet nun der große Luster in der Pfarrkirche St. Peter in der Au wieder in neuem Glanz. Er stammt aus dem Jahr 1908 und wurde vom damaligen Pfarrer Michael Hofstätter aus einer Tasche finanziert und der Pfarrkirche von St. Peter in der Au zum Geschenk gemacht. Pfarrer Hofstätter tat dies anlässlich seines 60. Geburtstages bzw. seines 20-jährigen Jubiläums als Pfarrer von St. Peter in der Au. Ebenfalls 1908 beging Kaiser Franz Joseph sein 60-jähriges Thronjubiläum, weshalb im oberen Teil des Lusters die Kaiserkrone zu sehen ist. Ursprünglich war der Luster mit Kerzen bestückt, weshalb alle Ausleger nach oben zeigten. Nachdem St. Peter um 1912 an die Stromversorgung angeschlossen worden war, wurde der Luster bald mit Glühbirnen in Kerzenform bestückt. In den 1920er-Jahren wurden diese schließlich durch weiße Glaskugeln ersetzt, der untere Leuchtkreis bestehend aus acht Kugeln wurde umgedreht und leuchtet seither nach unten. In der Mitte unten wurde zusätzlich eine große Glaskugel installiert. Seit über 50 Jahren leuchteten die oberen 16 Glaskugeln nicht mehr, die untere große wurde als Gehlicht verwendet. Nun erstrahlt der über 100 Jahre alte Luster in der Pfarrkirche St. Peter in der Au wieder in neuem Glanz und trägt durch das angenehme Licht moderner Leuchtkörper, die auch gedimmt werden können, zum Wohlfühlen in der Kirche bei.

 

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